17. Einfach mal ein matsuri
Heute sehen wir uns ein japanisches Festival, ein
matsuri an. Das ist ja nicht unser erstes oder unser zweites, das von heute ist aber mal etwas besonderes, weil es eben nichts besonderes ist. Es ist nicht besonders groß oder besonders schön oder besonders wichtig. Wir können aber sehr gut sehen, was alles für ein ganz normales japanischen
matsuri nötig ist. Die Zutaten sind nämlich meistens die gleichen, bei den großen
matsuri eben größer, schöner, mehr, bei den kleinen im Kleinen aber auch vorhanden.
Die meisten Städte und viele Stadtteile der großen Städte, haben lokale Festivals. Genauso wie es in Deutschland in vielen Orten Stadtfeste gibt. Dazu gehört in Japan meistens ein Festumzug, bei dem unter anderem Trageschreine, sogenannte
mikoshi, mit denen die Götter des lokalen Schreins durch die Straßen getragen werden. Das
matsuri ist also der Tag, an dem die Götter Ausgang bekommen. Das kann in riesiegen Schreinen geschehen, aber auch einige Nummern kleiner.
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Auch Festwagen gibt es von riesig bis ganz klein. Hauptsache, der Festumzug findet statt.
Und wenn man Trageschreine hat, braucht man auch Schreinträger. Meistens sind das die jungen Männer der Gegend. Es geht dabei nicht nur ums Schreintragen, sondern auch um die Gemeinschaft und ums Trinken, meistens
sake. Zu vorgerückter Stunde soll es daher auch immer wieder Unfälle bei den wilderen Festen geben. Aber so lange gehen die Umzüge gerade in den kleineren
matsuri meistens nicht.
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Dann kommt natürlich kein
matsuri, das etwas auf sich hält, ohne die Möglichkeit aus, dass die Besucher etwas essen können. Japanische Fressbuden sehen dabei aber dann doch etwas anders aus, als deutsche. Farbenfroh, natürlich, und in der Regel sind es keine Buden, sondern Stände mit Zeltdach oder ähnlichem. Die meisten
matsuri finden schließlich im Sommer statt, da ist es warm genug, da braucht man sich nicht noch in einer Bude einzusperren.
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Auch das, was es gibt, ist in Japan anders als bei uns. Es gibt zum Beispiel
tako-yaki, Tintenfischbällchen (rechts im Bild),
okonomiyaki (japanische "Pfannkuchen"), verschiedene Sorten frittierte Hähnchenstücke, Bratnudeln, "Frankfurter" (Bockwurst am Spieß)... Nur die Schokobananen (links im Bild), die gibt es auch in Japan.
Und schließlich soll es ja auch noch eine Möglichkeit für die lokalen Brauchtumsgruppen geben, aufzutreten. Das kann traditioneller Tanz sein, Akrobatik, aber auch japanische Trommler. Und all das braucht eine Bühne, ob groß, ob klein, Hauptsache dabei sein.
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Und morgen zeige ich euch, was am Niigata matsuri dann doch besonders ist.
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