Bei dem von Chiyonohana gesuchten Rikishi handelt es sich, wie Gernot schon richtig gesagt hat, um Yoshinoshima. Er ist der der jüngere Bruder von Satsukiumi, ebenfalls Rikishi im Sakaigawa-beya. Dieser ist mit 180cm und ca. 105kg laut Homepage nicht ganz so schmächtig. Im Kyokai-Heftchen ist er mit 182,5cm und nur 97kg gelistet. Yoshinoshima kommt dort nur auf 81kg. In diesem Basho hat er übrigens mit 3:4 abgeschnitten, Satsukiumi genauso (an Makushita 53!!).
Das Training im Sakaigawa-beya ist sehr hart. Trainiert wird auch während des Bashos regelmäßig. Der ehrgeizige Oyakata, der das Heya strikt führt, ist fast immer anwesend. Ihm stehen Mainoumi als Trainer und ex-Maegashira Dewaarashi (alle vormals Dewanoumi-beya) zur Seite. Ex-Dewaarashi ist offiziell Manager des Heya.
Hinzu kommt eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Rekrutierung. Sawai war sicherlich nicht so einfach zu bekommen.
Das 1998 mit 2 Rikishi aus dem Dewanoumi-beya gegründete Heya (hieß erst Nakadachi-beya) ist auf dem Weg zu einem überaus erfolgreichen Heya. Mit Sawai und Kadomoto verfügt es über 2 sehr junge Rikishi, die Potential für mehr als Juryo aufweisen. Dazu kommt ein noch recht junger Hochiyama. Iwakiyama wird mit derzeit 30ig nicht mehr so lange aktiv sein können. Bis auf wenige Ausnahmen haben auch die restlichen Rikishi relativ gesehen ein hohes Kampfniveau. Einen mit Sekitori-Potential sehe ich im Mopment unter diesen aber nicht.
Wenn man alle Rikishi betrachtet, dann gibt es keinen, der einen sehr hohen Körperfettanteil aufweist. Im Schnitt ist der "Sakaigawa-Rikishi" ziemlich durchtrainiert.
2. Foto 1. Spalte: Mongole Shironishiki mit Oyakata
7. Foto 1. Spalte: Sawai (mit Yoshinoshima), großes japanisches Talent (20ig Jahre). Kann mit einem 4:3 im nächsten Basho Sekitori werden.
8. Zeile: Kadomoto: mit einem 5:2 dieses Basho nächstes Basho an Position Makushita 5 oder 6. Hat erst 9/10 Basho gekämpft. Mit knapp 160kg und 183cm ein sehr kompakter Rikishi, erinnert mich mit seinem ähnlich wie Iwakiyama an einen "Panzer".
12. Zeile: Sadanoshima: vom Gesicht her ähndelt er sehr stark Chiyotaikai
13. Zeile: Sadanoumi
14 Zeile: Yoshinoshima und rechts Nakamatsu (sehr sympathischer Junge aus Okinawa. Ein Elternteil ist japanischer, der andere amerikanischer Herkunft) Hat dieses Basho sein erstes kk geschafft (4:3)
15. Zeile Nakamatsu
Anmerkung: In den japanischen Großstädten sieht es fast überall so aus, wie auf den Fotos. Allerdings muß man berücksichtigen, dass es sich bei den Quartieren der Heya außerhalb Tokyos nur um Notbehelfe handelt. Viele Räumlichkeiten könnte man mit kleinen Werkshallen vergleichen. Auf der anderen Seite haben viele Heya gerade in Nagoya, wo man ja keine geschütze Unterkunft braucht, ihre Quartiere in einer Tempel bzw. Schreinanlage.