Aber ich vermag meine Hoffnung nicht ganz aufzugeben für den Heya. Die Frage ist, ob Takanohana lieber in die Kyokai Politik einsteigen will oder aber den Heya zum Erfolg führen will. Ich denke eigentlich, er will beides und das sollte ihm eigentlich auch gelingen, außerdem hat er ja mit ehemals Takanonami noch einen guten Oyakata zur Seite.

Takanohana Oyakata also. Seine Präsenz und die seiner Frau im japanischen Fernsehen scheint unübertroffen, so daß meine japanische Freundin lästert, er solle weniger im Fernsehen als im Heya auftauchen. Entgegen vieler Gerüchte wohnt er aber durchaus im Heya, wenigstens in der Woche. Der Heya ist auch supereingerichtet mit Trainingsgeräten und allem Drum und Dran, inklusive Bambusstock am Dohyo.
Takanohana ist sicherlich eine umstittene Persönlichkeit, er, seine Frau und sein Heya sind allerdings immer superfreundlich und hilfsbereit, aus eigener Erfahrung kann ich überhaupt nichts schlechtes über ihn sagen.
Weiter mit den Rikishi, 7 an der Zahl
Am längsten im Heya, nämlich seit 1988 ist der 35jährige Fusanohana:

Er schaffte es 99 bis MS 13, aber von da an ging es kontinuierlich bergab, so daß er sich heute in der Jonidan wiederfindet und selbst dort die letzten Turniere mit MK abgeschlossen hat. 35 Jahre, 3 MK, Jonidan ... hätte der Heya nicht nur 7 Ringer würde ich ein klares Intai ansagen.
Das gleiche gilt für den 30jährigen Suzunohana.

höchster Rang SD 93, 4 MK in den letzten 4 Turnieren, auf Jonidan 102 abgerutscht ... Er kann einem fast leid tun, wenn man ihn gegen die 15jährigen antreten sieht.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer am dunklen Horizont ... Takashoma:

Takashoma ist allerdings schon 26 Jahre, er kratzte einmal an der Makushita Division, schaffte es aber leider nicht. Er war einer von Takanohanas Tsukibitos, ist einer der nettesten und einer der wenigen, die mein schlechtes Japansich verstehen - oder wenigstens gut schauspielern können
Das kann man vom 24jährigen Takaisamu nicht immer behaupten.

Er wird jetzt wohl wieder in die Sandanme aufsteigen, aber ich kann nicht so recht an eine erfolgreiche Karriere glauben.
Unser Sorgenkind Koseki:

der 21jährige Koseki war beim Hatsu Basho plötzlich aus dem Heya verschwunden. neugierig, wie ich bin habe ich natürlich nachgefragt, ob er verletzt oder was passiert ist mit ihm. Es gab dann eine etwas ausweichende Antwort, er hätte ein paar Probleme zu Hause ... oder ... er wäre wegen einiger Probleme nach Hause (.....mein japanisch), wie auch immer, am 3.letzten Tag tauchte er wieder auf und brachte noch einen Sieg nach Hause. Beim letzten Turnier gab es mal wieder ein KK und das katapultiert ihn wieder in die Jonidan. Vielleicht braucht er ja auch nur ein bischen Zuspruch ...
Takaurata

der 19jährige dümpelt schon seit 4 Jahren in der Jonidan herum, so daß selbst langmütige Gemüter wie ich langsam die Hoffnung aufgeben ... aber sehr langsam
So ruhen denn meine wenigen Hoffnungen - wenigstens, was Takanohana Beya angeht - auf dem 20jährigen Takakiho.

Letztes Jahr September hatte er ein gutes Basho mit 5-2, auf der Party sprach er davon Sekitori werden zu wollen ... ja wer will das nicht ... Takanohana Oyakata meinte noch erwähnen zu müssen, daß er sogar einen Fan in Deutschland habe - hilft ihm auch nicht sooooooviel weiter - auf jeden Fall musste er im Januar mit einem 1-6 vorliebnehmen und da nützte ihm auch der verzweifelte Fan aus Deutschland nichts - naja immerhin gab es am letzten Kampftag noch einen Sieg für ihn. Diese Scharte hat er wieder ausgewetzt mit einem 6-1 im folgenden Basho aber dann gab es wieder 2 MK in Folge. Für mich vollkommen unverständlich. Er ist motiviert, stark, hat ordentliche Techniken aber es fehlt immer das letzte Quentchen, um den Gegner zu besiegen. Vollkommen deprimierend das letzte Basho, 3 Siege in Folge und dann 4 Niederlagen. Aber mit 3-4 sollte der Abstieg nicht so dramatisch ausfallen.
Warum mag ich eigentlich diesen Heya, er scheint ja nur aus mehr oder weniger großen Loosern zu bestehen

